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Unterwegs aus Liebe zum VfB Stuttgart

Ich glaub, es geht schon wieder los

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Zwei Monate, drei Wochen und zwei Tage sind vergangen, seit ich mitten auf dem Rasen im Neckarstadion auf die Anzeigetafel schaute, wo in großen Lettern „Weiß-rot ist erstklassig“ geschrieben stand. Zwölf Wochen sind vergangen, seit dem VfB nach einer abenteuerlichen Saison die Rückkehr in die Bundesliga geglückt ist. 84 Tage Sommerpause sind vergangen. Man sollte meinen, wer (fast) nichts anderes außer Fußball im Kopf hat, der sollte sich doch eigentlich darauf freuen, dass es nach so vielen Wochen der Abstinenz endlich wieder losgeht. Endlich wieder Fußball. Endlich wieder ins Stadion. Endlich wieder.

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Beinahe schon schäme ich mich dafür, wie wenig ich mich in dieser Sommerpause auf die neue Spielzeit freuen konnte. Viele Kräfte hatte ich gelassen in den 34 Spieltagen im Unterhaus, viele Kilometer liegen hinter uns und viele Erlebnisse haben sich in unsere Köpfe gebrannt. Es zehrte an den Nerven, ganz ohne Frage. Es war eine Spielzeit der immer wiederkehrenden Siege, der Freude, der Euphorie, der ausverkauften Stadien und der Leidenschaft. Es war aber auch eine Spielzeit der Entbehrungen, der Montagsspiele, der ungewohnten Anstoßzeiten und der Angst, dass es am Ende vielleicht doch nicht reichen würde.

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Wenn mir eines die letzte Saison gezeigt hat, dann doch vor allem die Tatsache, dass sich die Welt weiterdreht. Meine größte Angst, aufgebaut in vielen Jahren des Abstiegskampfes, hat sich in keinerlei Hinsicht bewahrheitet. Ich sah alle meine Freunde fast jede Woche wieder, erfreute mich an einer letztlich zusammengerauften Mannschaft und fühlte zum ersten Mal seit Jahren, dass da etwas Großes entstehen kann, dass an dem lapidaren Spruch, dass ein Abstieg auch eine Chance sein kann, vielleicht doch etwas dran ist. Am Ende der Sommerpause war von dieser Hoffnung, der Abstieg hätte etwas Positives bewirkt, nur noch wenig vorhanden. Jan Schindelmeiser wurde entlassen und es rumorte wieder im Ländle. Ich sollte es gewohnt sein. Und dennoch nagt es an mir.

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Vom Müssen, Wollen und Dürfen

Auf die Frage, ob ich mich schon sehr auf die neue Spielzeit freue, konnte ich nicht einmal freudig mit „Ja“ beantworten. Das mag der Tatsache geschuldet sein, dass der Fußball für mich als Allesfahrer über die Jahre immer anstrengender wurde – wobei das auch am fortwährenden Kampf gegen den Abstieg (oder um den Aufstieg) gelegen haben mag. Eigentlich war ich noch gar nicht fertig mit der Erholung, die ich so bitter nötig hatte. Drei weitere Monate Sommerpause hätte ich womöglich mit Kusshand genommen – drei Monate nicht immer dabei sein „müssen“, drei Monate keine Fotos machen „müssen“, drei Monate keine Spielberichte schreiben „müssen“. Ich werde das, was ich hier tue, nicht ewig fortführen. Trotzdem sitze ich hier. Einige Stunden, bevor ich mich auf den Weg nach Berlin mache.

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Einige Wochen ist es schon her, seit die Pokalauslosung stattgefunden hatte. Erinnerungen wurden wach an das Jahr zuvor, als wir das Pokallos „Homburg an der Saar“ mit einem wenig begeisterten Gesichtsausdruck und einem konsternierten „Hätte schlimmer kommen können“ zur Kenntnis genommen hatten. Die Losfee meinte es erneut nicht unbedingt gut und bescherte uns mit Energie Cottbus zwar einen alten Bekannten, dafür aber eine unbequeme Reise mit wenig touristischem Wert. Erschwerend kam hinzu, dass wir bereits eine Woche später nach Berlin aufbrechen würden, tausende von Kilometer in wenigen Tagen sind nun wahrlich nicht das gewesen, was Jubelstürme hätte auslösen können.

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Lange hatten wir hin- und her überlegt, wie wir in die Lausitz kommen sollten. Mit dem Zug? Mit dem Bus? Mit dem Auto? Mit wem? Mit oder ohne Abstecher in die sächsische Heimat? Fragen über Fragen, doch letztendlich entstand die Planung für eine entspannte und amüsante Tour mit Heinz, einem gemeinsamen Freund von Felix und mir. Alle Abmachungen waren getroffen, alle Kameraakkus geladen, alle Speicherkarten entleert und alles weitere bereit gelegt. Es war angerichtet für den Auftakt in die neue Saison – doch wahre Vorfreude suchte ich vergebens. Selbst dann noch, als wir schon ins Auto gestiegen waren und schon mehrere Kilometer hinter uns hatten.

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„Den Fußball habe ich nicht vermisst – aber die Leute!“

Traditionell habe ich auch von dieser Hinfahrt nicht wesentlich viel mitbekommen und kann mich außer den heftigen Regen im Erzgebirge an so ziemlich gar nichts mehr erinnern. Schließlich musste ich Kraft tanken, als ob ich geahnt hätte, dass ich diese brauchen würde. Die Lausitz erreichten wir kurz nach der Mittagszeit bei einem seltsamen Mix zwischen Wolken, Sonne und Wind. Auf dem Weg zum Hotel, dass wir uns wie viele andere VfB-Fans auch, dekadenterweise gegönnt haben, schauten wir durch die Straßen und stellten fest: wo sind all die Menschen hin? Kaum eine Menschenseele war draußen unterwegs, und das am hellichten Tag. Rainald Grebe hatte vielleicht doch Recht: „In Berlin bist du einer von Millionen, in Brandenburg kannst du bald alleine wohnen“.

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Kurz frisch gemacht und los ging es zum Altmarkt, dem wohl angesagtesten (und vermutlich auch einzigem) Treffpunkt in der Cottbuser Innenstadt. Ein paar mehr Menschen säumten unseren Weg, als wir unseren altbekannten Freunden und Weggefährten in die Arme liefen und noch gemütlich einkehrten, bevor wir uns auf den 20-Minuten-Fußmarsch zum Stadion der Freundschaft machten. Zum ersten Mal war ich hier nicht, bereits 2008 war ich zur Weihnachtszeit mit meinen Eltern hier, im Sommer darauf samt VfB-Trikot zum Relegationsspiel gegen Nürnberg. Jahre später war der FC Energie, die Perle der Lausitz, nicht mehr als ein heruntergekommener Viertligist, dessen treue Fanszene sich noch bis heute an das Pokalfinale 1997 erinnert. Damaliger Gegner: niemand geringeres als der VfB Stuttgart.

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Da waren wir also, mehr oder weniger bereit für unser Pokalspiel. Die Tore des Stadions hatten sich noch nicht geöffnet, einige Zeit galt es noch zu überbrücken. Wenn wir gewusst hätten, wie lang der Abend noch werden würde, ich hätte mich vielleicht doch noch einmal auf eine der Betonstufen gesetzt. Direkt am Eingang postiert kam ich mir vor wie ein Empfangskomitee, permanent am Händeschütteln und Umarmungen verteilen. Als das Commando Cannstatt Anfang Juli ihren 20. Geburtstag feierten, schnappte ich die Worte eines Vorsängers auf: „Den Fußball han i net vrmissd, abr d’Leit!“ – da ist durchaus etwas Wahres dran.

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Lausitzer Erinnerungen

Ein erster Blick ins Stadion und gefühlt hat sich kaum etwas verändert, seit ich im Mai 2009 hier auf der Haupttribüne saß und mit ansah, wie das erste Relegationsspiel nach seiner Wiedereinführung für Energie kolossal in die Hose ging. Als der VfB zuletzt hier gastierte, gewann er vollkommen ungefährdet mit 0:3. Neun Jahre später liegen drei Ligen Unterschied zwischen beiden Vereinen, da sollte es doch erst recht eine klare Sachen sein, oder? Oder? Doch diese Rechnung haben wir wohl alleine gemacht, ohne den FC Energie Cottbus, ohne dessen euphorisierte Anhängerschaft und vor allem: ohne Abwehr.

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Kamen wir in der Zweitligasaison noch mit recht wenigen Verletzungen aus, erwischte es uns nun schon zu Saisonstart recht heftig. Kein Emiliano Insua, kein Timo Baumgartl, und unsere tollen neuen Verpflichtungen Holger Badstuber und Dennis Aogo sind noch nicht einsatzbereit, ein Hoch auf die neue Transferpolitik in der Post-Schindelmeiser-Ära. Für Cottbus würde es hoffentlich schon noch irgendwie reichen, dachte man. Aber wir haben schnell lernen müssen, dass es eben nicht einfach so reichte.

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Manch einer war noch nicht einmal vom Würstchen- und Bierstand an seinem Platz angekommen, da verflog bei mir bereits die Lust, die ohnehin schon eigentlich den ganzen Tag noch nicht so recht da war. Fünf Minuten hatte es gedauert, da bekam man den Ball nicht weg und Cottbus führte mit 1:0 im eigenen Stadion. Was zum Teufel…? Ich konnte es nicht fassen. Soviel zum haushohen Favoriten. Soviel aber auch zu den eigenen Gesetzen des Pokals. Bei den bisherigen Pokalspielen war die ganz große Überraschung ausgeblieben (den HSV zählen wir hier mal nicht dazu) und auf einmal stellte ich fest: vielleicht sind wir ja die Überraschung?

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Nichts zu sehen von Klassenunterschied

Es reichte mir schon, bevor die neue Saison erst richtig anfangen konnte. Ernüchtert blickte ich aufs Feld hinaus, in der Hoffnung, gleich den Ausgleichstreffer zu sehen, doch mehr als ein paar wenige knappe Schüsse und ein Lattentreffer von Takuma Asano war für den VfB offenbar nicht drin. Immer wieder schaute ich mich um, die Stimmung hatte schon erste Schwankungen bekommen. Mit meiner rechten Hand umklammerte ich fest meine neue Stadionkompaktkamera, die ich mir anlässlich der neuen Spielzeit und der immer strenger werdenden Regeln zur Kameramitnahme gegönnt hatte. Sie nahm jeweils eine gute Stimmung auf, doch nicht das Ausgleichstor.

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Noch keine halbe Stunde war gespielt und es sah nicht so aus, als hätte sich der VfB schon von dem frühen Schock erholt. Stattdessen waren es die Cottbuser, die immer wieder gefährlich vors Tor gekommen waren, die um ihr Leben rannten und die genau die Qualitäten an den Tag legten, die man als Underdog braucht, um im Pokal den großen Coup zu landen. Ein Freistoß in aussichtsreicher Position, ich wollte nicht einmal hinsehen. Die Kamera packte ich weg, ich wollte nicht riskieren, eine Bierdusche des Frusts abzubekommen. Die Bierdusche blieb aus, der Ball war trotzdem drin. Zwei zu Null. Für Cottbus. Für den Regionalligisten. Gegen den Bundesligisten. Was mache ich eigentlich hier?

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Es wurde stiller in unseren Reihen, während der Rest des Stadions vor Freude tobte. Verdenken konnte ich es ihnen nicht, wenngleich in mir ein weiteres Mal diese unsägliche Wut empor stieg, die mich alles in Frage stellen lässt. Wie konnte es soweit kommen, dass wir hier überhaupt zurückliegen und nicht das geringste Mittel gegen einen Regionalligisten finden? Wie konnte das sein, dass der VfB, der sich den Klassenerhalt auf die Fahnen geschrieben hatte, hier so eine Leistung anbot? Wie konnte es angehen, dass man es nicht geschafft hat, ein schon über viele Jahre bestehendes Abwehrproblem in den Griff zu bekommen? Da stand ich nun, stinksauer, frustriert und ohne jegliche Hoffnung auf eine nur im entferntesten versöhnliche Bundesligasaison.

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„Reverse Robben“ und ein der Ausgleich aus der Hölle

Erst kurz nach der Halbzeitpause keimte wieder Hoffnung auf in Form von Josip Brekalo, der den – von den geschätzten Kollegen vom Vertikalpass liebevoll genannten „Reverse Robben“ – Anschlusstreffer machte. Hier ein Haken, da ein Haken und weit vor dem Tor abgeschlossen. So schön wie in Heidenheim war es nicht, aber es war nicht weniger wichtig, denn es brachte ein Stück Mut zurück, das Spiel doch noch nicht verloren zu geben. Das alleine würde trotzdem nicht reichen, es brauchte noch ein Tor, um zumindest die Verlängerung zu erzwingen. Es ist ironisch, dass man sich für die Art und Weise fast schon schämt, mit einem mehr als dämlichen Eigentor in die Verlängerung gekommen zu sein.

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Wenn man nicht selbst dabei gewesen ist, man hätte es sich fast nicht vorstellen können. Bis es soweit war, hatten die Gastgeber noch weitere hochkarätige Chancen, so wie auch der VfB das 3:2 erzwingen wollte. Es gelang nicht und nachdem die Sonne hinter den Flutlichtmasten untergegangen war, pfiff Benjamin Cortus die ersten 90 Minuten ab. 2:2. Kein Sieger. Kein Verlierer. Dafür Verlängerung. Ich wollte das alles nicht, ich wollte ins Hotel zurück, ein paar Bilder bearbeiten und/oder noch etwas trinken gehen.

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Vielleicht gehen den Cottbusern ja die Kräfte aus. Vielleicht wird es letztlich dann doch eine klare Sache für den VfB. Vielleicht kommen wir ja nach der Verlängerung hier raus und können uns sagen „Tja, berühmt wars nicht, hoffen wir das Beste für Berlin“. Aber ihnen gingen die Kräfte nicht aus. Für den FCE war dies das Spiel des Jahres, der verzweifelte Versuch, jenen Geist von 1997 wiederzuerwecken, was ihnen über weite Strecken auch tatsächlich gelungen war. Wir konnten von Glück sprechen, es überhaupt in die Verlängerung geschafft zu haben. Und die Uhr tickte.

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Das erste Elfmeterschießen meines Lebens

Wer auch immer das nächste Tor machen würde, er hatte die Macht, den Willen des Anderen zu brechen. Je weiter der Minutenzeiger auf der Uhr voranschritt, desto unruhiger wurde der Gästeblock. Ein Elfmeterschießen gegen den Regionalligisten galt es in jedem Fall zu verhindern, wie peinlich wäre das denn bitte? Doch es wollte nicht fallen, weder auf der einen, noch auf der anderen Seite. Vielleicht wären wir im Freudentaumel versunken, wenn sich Daniel Ginczek den Ball nicht zu weit vorgelegt hätte. Vielleicht wären wir aber auch im Frust versunken, wenn der Cottbuser mit seinem Fuß dran gewesen wäre. Hochkarätige Chancen auf beiden Seiten. Man konnte vieles sagen, aber nicht, dass es hier langweilig war. Das wäre mir jedoch ganz lieb gewesen.

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Wieder ertönte der Pfiff des Unparteiischen. Die Verlängerung war vorbei und es folgte das Unvermeidliche. Noch nie habe ich ein Elfmeterschießen miterleben müssen und es war mir zuwider, diese Erfahrung überhaupt machen zu müssen. Alle versammelten sich in der Spielhälfte auf Seiten der Cottbuser Nordtribüne, so könnte ich zumindest die Elfmeter gut sehen und gut fotografieren, sofern das meine zittrige Hand und die mittlerweile eher ungünstigen Lichtverhältnisse zulassen würden. Simon Terodde war der erste, gefolgt von Daniel Ginczek, Benjamin Pavard – bislang drei sichere Schützen. Doch auch Energie traf stets vom Punkt.

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Josip Brekalo war der nächste, mit der Coolness eines alten Hasen, trocken unten rein, den Mut musst du auch erstmal haben. Bisher waren alle Elfmeter drin, die Spannung fast nicht zum Aushalten. Und wieder fragte ich mich: Was mache ich eigentlich hier? Der vierte Cottbuser trat an, fest entschlossen, auch diesen zu verwandeln. Pfosten! Ein Raunen hier, ein Jubeln da. Berkay Özcan, der fünfte Schütze für den VfB, könnte jetzt alles klar machen. Mach ihn, Junge! Gehalten! Das gibt’s doch gar nicht! Ein Jubeln hier, ein Raunen da. Der nächste Cottbuser müsste verschießen, sonst würde es noch weitergehen. Fest umklammerte ich die Kamera, der Finger auf dem Auslöseknopf zitterte. Ich sah vor meinem inneren Auge, wie er ins Netz geht und kurze Zeit später Cottbus jubelt. Doch er schoss vorbei. Es war vorbei.

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Haarscharf vorbeigeschrammt

Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, bis sich Simon Terodde auf den Weg zum neuen Torwart Ron-Robert Zieler machte, ihm folgten weitere Spieler. Ein fast schon schüchterner, beschämender, betretener Jubel. Und genau das war es auch, es war schlicht beschämend. Niemand würde noch nachfragen, wie wir in die nächste Pokalrunde eingezogen sind, doch hier und heute sind wir unheimlich Knapp an einer Blamage vorbei geschrammt. Und ich dachte schon, das Pokalaus beim Zweitligisten Bochum wäre damals schon peinlich gewesen. Kurze Zeit später tauchte die Mannschaft zusammen mit dem Trainerstab und anderen Verantwortlichen vor dem Gästeblock, der nur noch ein Lied zu singen hatte: „VfB im Pokal kann man nur besoffen sehen“. Mit einem Schmunzeln. Das meinte auch Christian Gentner.

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Schon bald leerte sich der Gästeblock und viele machten sich auf den Weg nach Hause, zu den Bussen, zum Hotel, wo auch immer es als nächstes hingehen sollte. Erleichtert über den reinen Akt des Weiterkommens, erschrocken von der Leistung der Mannschaft und ein bisschen peinlich berührt verließen wir langsam den Block und machten uns auf den Fußmarsch zurück zum Altmarkt, wo wir erneut einkehrten und den Abend genossen bei Bier und Fingerfood. Zum ersten Mal seit langer Zeit hatte ich nicht einmal das dringende Bedürfnis, mich sofort an den Rechner zu setzen. Der Laptop blieb an diesem Abend aus. Es kann manchmal so einfach sein.

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Am nächsten Morgen kehrten wir noch einmal zum Altmarkt zurück, genossen ein tolles Frühstück und machten uns ganz entspannt auf den Weg nach Hause. Ein überaus angenehmer Start in die neue Spielzeit. Zwei Laptop-Akkus hatte ich auf dem Rücksitz vor mich hin schaffend verbraucht, fertig geworden war ich nicht, noch am Abend im heimischen Bad Cannstatt ging es weiter. Es würde so viel mehr brauchen, um gegen die Hertha zu bestehen. Niemanden von euch dürfte es wundern, wenn ich sage, dass ich schwarz sehe. Es wird spannend sein, zu sehen, wieviel der VfB wirklich aus seiner Zweitligasaison lernen konnte. Und ich? Ich werde mich daran erinnern müssen, dass das Leben weitergeht, ganz egal, was in 34 Spieltagen sein wird.

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Autor: Ute

31 Jahre, gebürtig aus Leipzig, seit 2010 wohnhaft in Stuttgart - Bad Cannstatt. Dauerkartenbesitzerin, Mitglied, Allesfahrerin und Fotografin für vfb-bilder.de. Aus Liebe zum VfB Stuttgart berichte ich hier von meinen Erlebnissen – im Stadion und Abseits davon. Mehr über mich

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