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Unterwegs aus Liebe zum VfB Stuttgart

30. Dezember 2017
von Ute
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Das war mein Jahr 2017

Was. Für. Ein. Jahr. Die emotionalen zwölf Monate des Jahres 2017 sind nun vorüber und bieten mir zwischen Weihnachtsvöllerei und Silvesterfeierei die Gelgenheit, zurückzublicken, auf dass was war, auf das was ist und auf das, was sein wird. Ohne jeden Zweifel war der emotionale Höhepunkt der 21. Mai, als sich der VfB nach einem denkwürdigen Aufstiegsfinale in die Bundesliga zurückkehrte. Für mich persönlich jedoch stand eine der wichtigsten und größten Entscheidungen der letzten Jahre an: nach sieben einhalb Jahren werde ich den Arbeitgeber wechseln und ab Januar direkt in Stuttgart arbeiten. Es war durchaus einiges los in diesem Jahr – aber nicht immer nur Gutes.

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23. Dezember 2017
von Ute
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Pokal-Aus und Paukenschläge

Wir schreiben den 23. Dezember 2017. In den Supermärkten und Geschäften ist heute das Chaos ausgebrochen und kurz vor Weihnachten wird man wohl kaum weiter vom Zustand der Besinnlichkeit entfernt sein als bei den letzten Einkäufen am heutigen Tag. Das war schon immer so und wird wohl auch immer so bleiben. Genauso, wie es beim VfB seit jeher Tradition ist, dass an Weihnachten der Baum brennt – entweder als kleine Flamme wie letztes Jahr, oder auch etwas stärker, so wie in diesem Jahr. Hinter uns liegen bewegte Tage, an das Pokal-Aus in Mainz denkt so gut wie keiner mehr. Außer mir jedenfalls.

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Die letzten vier Spiele in der Bundesliga hatte der VfB allesamt verloren, davon drei mit einem Tor Unterschied und eines mit zwei Toren Unterschied. Man war überreif für die herbeigesehnte Winterpause, aber einmal musste man doch noch ausrücken. Nach bisher zwei Auswärtsspielen in den ersten beiden Pokalrunden, war uns ein Heimspiel vor Weihnachten leider nicht vergönnt und so zog Stefan Effenberg während unseres Heimspiels gegen Freiburg unseren nächsten Gegner: Mainz auswärts. Ein machbares Los, möchte man sagen.

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Nur ein paar wenige Situationen hätten mir für die kurze Winterpause die dringend notwendige Gelassenheit geben können: ein Weiterkommen im Pokal und das Vermelden von ein bis zwei guten Neuzugängen in Sturm und Rechtsverteidigung, ich wäre fürs erste auch zufrieden gewesen. Bekommen haben wir stattdessen das vorzeitige Pokal-Aus, und einen dubiosen Stürmertausch, der weit höhere emotionale Wellen bei mir schlug, als es eine Pokalniederlage jemals könnte. So blicke ich vier Tage später nicht nur zurück auf einen bitteren Abend, sondern vielmehr auf turbulente Tage, die hinter dem VfB liegen.
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18. Dezember 2017
von Ute
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Die Launen des Schicksals

Als vor 47 Tagen der Rückfallzieher von Sebastian Haller im Tor landete, war ich mir sicher, uns könne in dieser Spielzeit unmöglich etwas passieren, das schlimmer sein konnte. In der 93. Minute hätte man mit einem Punkt nach Hause fahren können, bis man binnen von Sekunden ohne einen Punkt dastand und sich fragen musste, warum so etwas einem immer selbst passieren muss. Nichts würde schlimmer kommen können als jener Nachmittag in Frankfurt. Doch ich hatte mich geirrt.

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Es liegt in der Natur dieses wunderbaren Sports, seine Anhänger in Emotionen zu ertränken. Die schönsten Momente sind diese, in denen wir unser Team zum Sieg schreien und die Mannschaft und nicht zuletzt uns selbst feiern können. Die ärgerlichsten Momente sind diese, in denen man in jeder Sekunde den Funken Leidenschaft vermisst und man als Verlierer das Stadion verlässt. Doch die bittersten Momente sind zweifelsohne diese, in denen du Hoffnung hattest, obwohl du dir geschworen hast, keine zu haben – und am Ende dann doch im Regen stehst und der Gedanke vor deinen Augen am Boden zerschellt.

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Jemandem zu erklären, warum man auch zwei Tage später noch immer mit den Emotionen des 16. Dezember hadert, ist in der Tat nicht sehr einfach. Habe ich nicht selber noch vor dem Spiel gesagt, man würde ohnehin verlieren? Und habe ich nicht selber noch Minuten vor dem Anpfiff noch gemeint, was auch passieren würde, ich wolle mich nicht übermäßig aufregen? Warum sitze ich jetzt trotzdem hier, zwei Tage danach und noch immer ohne das Zugeständnis, dass solche Dinge manchmal eben einfach passieren. Gefühlt passieren sie nur uns. Was haben wir getan, dass wir immer wieder solche Momente verdienen? Nur, weil der eigene Kittel naturgemäß immer etwas heißer brennt als der der anderen? Wohl kaum.
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16. Dezember 2017
von Ute
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Trübe Aussichten

Was mache ich eigentlich hier? Warum bin ich nicht im kuschlig warmen Bettchen geblieben? Vor meiner Tastatur steht meine VfB-Tasse und ich nehme einen großen Schluck Kaffee, es ist kurz vor 7 Uhr morgens und in einigen Stunden wird unsere Mannschaft auf den FC Bayern treffen, dabei vermutlich trotz bester Leistung knapp verlieren und das obligatorische Lob des gegnerischen Trainers erhalten. Kaufen können wir uns davon nichts. Nach einer harten Woche im Büro hätte ich an diesem frühen Morgen ohne Zweifel etwas Besseres zu tun, als auf ein Spiel zurückzublicken, das wie so viele andere Auswärtsspiele meinen Frust geschürt hat. Und trotzdem sitze ich hier, wohlwissend, dass ich mich in 24 Stunden nicht wesentlich anders fühlen werde.

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Wir hatten schon dankbarere Restprogramme kurz vor Weihnachten. Dass man gegen Leverkusen vermutlich nicht bestehen könnte, war bedauerlicherweise trotz der Heimserie 2017 irgendwie abzusehen, genauso wie man an einem ganz normalen Tag kaum eine Chance gegen Hoffenheim hat und die Bayern, nunja, die sind ohnehin eine ganz besondere Geschichte. Nicht diese Spiele sind es, die mich mit einem gewissen Maß an Enttäuschung in die Winterpause gehen lassen, nachdem wir die Partie heute und am kommenden Dienstag hinter uns gebracht haben – es sind immer mehr jene Niederlagen, die in den Wochen zuvor auf denkbar unglückliche oder dämliche Weise zustande kamen.

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Mit fast schon beunruhigender Präzision läuft beinahe jedes Auswärtsspiel nach dem gleichen Schema ab: mit einer deutlichlich defensiveren Aufstellung mangelt es schon vor Anpfiff an Mut, hinten bekommt man das Tor durch individuelle Fehler trotzdem, während nach vorne bedauerlicherweise so gar nichts geht. Und siehe da, der VfB wird in die Winterpause gehen ohne auch nur einen einzigen Auswärtssieg. Dass dafür die Heimspiele wesentlich besser liefen, hält uns aktuell noch über Wasser, aber ob das reicht? Es ist nicht so, dass mich die Niederlage in Hoffenheim sonderlich überrascht hätte – aber für beruhigte Gemüter war sie nicht unbedingt förderlich.
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10. Dezember 2017
von Ute
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(K)ein Grund, nervös zu werden

Es ist nicht so, dass wir eine solche Situation nicht schon einmal erlebt hätten. Als wir im Frühjahr 2016 nach einigen Siegen in Folge plötzlich keine Punkte mehr holten, hielt man mich für verrückt, das Wort Abstieg in den Mund zu nehmen. Oder als wir im Winter 2016/2017 in der zweiten Liga den einen oder anderen Punkt liegen ließen, hielt man mich für paranoid, das Wort Nichtaufstieg anzusprechen. Wann immer es beim VfB nicht so gut lief, wurde ich teilweise hart dafür angegangen, wenn ich anmerkte, dass es nicht rund läuft.

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Es ist nicht so, dass ich behaupte, wir würden Stand jetzt definitiv wieder absteigen. Aber ich behaupte, dass die Entwicklung der letzten Wochen, mit Ausnahme des Heimsiegs gegen Dortmund, äußerst bedenklich ist. Noch ist es natürlich zu früh, den Teufel an die Wand zu malen, aber warum ist es eigentlich offenbar verpönt, Missstände anzusprechen, die sich dabei so einfach an den Ergebnissen messen lassen? Was sich an diesem Wochenende noch nicht in der Tabelle zu zeigen vermag, wird schlimmstenfalls über die Winterpause eine große Bürde sein. Großartige Aussichten auf Erfolg bieten die nächsten Wochen jedenfalls nicht.

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Es ist nicht so, dass ich Hannes Wolf nicht für einen der fähigsten Trainer halten würde, die der VfB in den letzten Jahrzehnten verpflichtet hat. Im Gegenteil, als er seine Arbeit im September 2016 aufnahm, hoffte ich, er wäre dieses Mal der richtige. Der VfB stieg in die Bundesliga auf und Hannes Wolf zum absoluten Sympathieträger. Ich zähle ihn nicht an, befürchte aber, das andere das bald tun, die erst kundgetan hatten, langfristig mit ihm arbeiten zu wollen. Wir alle kennen die Mechanismen des Geschäfts und einer davon lässt sich an Punkten festmachen. Punkte, die wir einfach zu oft unnötig liegen gelassen haben.
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