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Unterwegs aus Liebe zum VfB Stuttgart

Bittere Auswärtsklatsche in Berlin

| 6 Kommentare

Vorweg: Der Artikel wird durch die vielen Bilder und noch mehr Videos sehr lang. Würde mich trotzdem freuen, wenn ihr den Artikel auch LEST und nicht nur die Bildchen und Videos anschaut 😉

Ich hatte mir das ehrlich ein bisschen anders vorgestellt. Ein bisschen ganz anders. Um Mitternacht bin ich wieder zurückgekommen aus der Hauptstadt, ich habe viele Bilder und Videos mitgebracht sowie einige neue Erfahrungen. Doch das wichtigste habe ich nicht mitgebracht: 3 Punkte für den VfB Stuttgart, meinen Verein.

Hertha BSC 3:1 VfB Stuttgart

Ein Sieg war vor dem Spiel eigentlich so klar wie eine geputzte Fensterscheibe, wie diverse Sportnews-Webseite geschrieben hatten. Und trotzdem konnte der amtierende Deutsche Meister in der 2. Halbzeit der Mannschaft von Hertha BSC Berlin kaum noch etwas entgegensetzen. Nur 1 Tor und ganze 3 Gegentore machten das Spiel zur Auswärtsklatsche für alle teils weit angereisten Schwabenfans zur Auswärtsklatsche und zu einer desaströsen Erfahrung für mein erstes Stuttgart-Spiel im Stadion.

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Doch das ist nicht alles, was es zu berichten gibt. Ich war zum 5. Mal in Berlin und besuchte das erste Mal als Hauptgrund das Olympiastadion. Dabei hatte ich lange überlegt, ob ich hinfahren soll, denn Lieblingsspieler Mario Gomez würde mit 90%iger Wahrscheinlichkeit nicht spielen. Ich hätte auf mein Bauchgefühl hören sollen.

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Steht auf, wenn ihr Schwaben seid!

Gerade mal eine Woche vorher kam die Zusage, ich würde mit Begleitung nach Berlin fahren. Nachdem meine Hoffnungen auf das Spiel drastisch sunken, rechtzeitig die günstige 12-Euro-Zugverbindung zurück nach Leipzig zu bekommen, fand sich doch noch jemand, der mitkommt: Kumpel Alex, ein Überbleibsel meines Freundeskreises, der sich während der Ausbildung 2003-2005 gebildet hat, wollte mich begleiten. Was faszinierend ist: Er ist seines Zeichens ein Anhänger der Hertha – aber ich dachte mir, ich könnte mich auch als Anhängerin der Schwaben mit ihm gut verstehen.

Ich hatte die ganze Woche schlecht geschlafen und entsprechend müde war ich, als am Samstag morgen um 7 der Wecker klingelte. Nichtsdestotrotz freute ich mich auf den Tag – ich bin ja schließlich auch vom Auswärtssieg ausgegangen. Schnell wurde der Inhalt meines Rucksacks gecheckt und die letzten Dinge eingepackt.

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Wann ich es das letzte Mal geschafft habe, ohne Eile und ohne Panik zu spät zu kommen, rechtzeitig zum Bahnhof zu kommen? Ehrlich, ich habe keine Ahnung. Um ein Haar hätte ich sogar den Zug nach Hamburg verpasst, Anfang Juni. Ich war über eine Viertelstunde zu früh dran, Alex wollte mich am gewohnten Treffpunkt vor Saturn einsacken. Noch in aller Ruhe neues Handyguthaben besorgt und nach Berliner Stadtplänen geschaut – pah, alles viel zu teuer, wenn man nur für einen Tag nach Berlin fährt.

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Deuuutscher Meiiiister, VfB!

Mit 5 Minuten Verspätung kam Alex an, nicht wie von mir erwartet mit Hertha Trikot oder zumindest einem (weiß-)blauen T-Shirt, nichts dergleichen. Er hatte noch nicht einmal die Socken an, durch die er laut eigenen Angaben vor vielen Jahren zum Hertha Fan wurde: seine Eltern hatten ihm ein paar Socken gekauft von Hertha BSC Berlin, die gefielen ihm und er schaute ein paar Spiele, so wurde er zum Fan mit dieser unglaublich eigenartigen Fan-Geschichte.

Schnurstracks fuhren wir auf Leipzigs Straßen Richtung Autobahn und ich betrachtete in aller Seelenruhe die blauen Schilder, die uns den Weg nach Berlin zeigten. Auf etwa halb zurückgelegter Strecke überholte uns plötzlich ein beigefarbener Bus, hinten mit 2 roten Fahnen dran und mit 2 kleinen VfB-Aufklebern auf der Heckscheibe. Ich freute mich wie ein kleines Kind und bat Alex, an dem Bus nochmal vorbeizufahren damit ich mal winken kann – und ja, ich gehöre tatsächlich zur Spezies der Autobahnwinker.

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Nach etwa einer Viertelstunde überholten wir denn Kleinbus dann wieder, ich hab gewunken, der nette Fan hat zurückgewunken und ich freute mich mehr und mehr auf mein erstes Stuttgartspiel. Es scheint wohl ein großer Fan gewesen zu sein, denn er hat sogar die 4 Zahlen seines Kennzeichens in Verbindung mit seiner Mannschaft gebracht: „1893“. Die offizielle ausgeschriebene Bezeichnung des VfB lautet: „Verein für Bewegungsspiele Stuttgart 1893 e.V.“

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Klatschen vor der Klatsche

Mein Plan für Berlin sah eigentlich wie folgt aus: Nach der Ankunft in Berlin erst einmal Tickets besorgen und dann Mittagessen, bevor wir uns aufmachen zum vereinbarten Treffpunkt, wo wir einige andere User von meinem Forum www.tooor.de treffen wollten. Dann wollte ich ins Stadion, 3 Punkte mitnehmen und dann noch in die Berliner City zum Flanieren, auf den Fernsehturm wollte ich dieses Mal auch unbedingt. Eine ruhige und entspannte Rückfahrt sollte den Schlusspunkt setzen. Das alles nicht so ganz geklappt, wie ich mir das vorgestellt hatte.

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In Berlin kamen wir etwa gegen 11 Uhr an, sofern ich mich an den Blick auf die Uhr erinnern kann. Das Stadion war mehr oder weniger ausgeschildert und so fuhren wir dann erst einmal hin. Ich hatte noch keine Tickets gekauft und mir wurde angeraten, rechtzeitig vorher am Stadion zu sein, um meine Tickets für gute Plätze noch zu sichern. Dort standen wir dann erst einmal vor geschlossenen Ticketschaltern. Die Verkäufer des Hertha Fanmobils, die Fanartikel verkauften wollten und sollten, sagten uns, das diese Verkaufsschalter erst 2 Stunden vor Spielbeginn öffnen, wir sollen da noch einmal unser Glück versuchen. Bis dahin waren es aber noch 2 Stunden hin, das Spiel sollte 15:30 Uhr anfangen.

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Die Berliner Fankurve

Wir könnten unser Glück aber auch mal im Hertha Fanshop auf dem Berliner Hauptbahnhof versuchen, empfahl uns die junge Dame. Also machten wir uns auf den Weg zur S-Bahn-Station „Olympiastadion“, welcher uns an einem weiteren kleineren Verkaufsstand vorbei führte. Ich blieb erstmal stehen und begutachtete das große Angebot an Fanschals verschiedener Länder und von Stuttgart sowie Berlin, Pins, geldbörsen, Hüten, Cappies, alles war vorhanden. Ich kaufte mir einen Stuttgart-Schal für 10 Euro, Alex kaufte sich einen Berlin-Schal für den selben Preis. Die hingen wir uns gleich um und unsre Vereinszugehörigkeit durfte nicht mehr in Frage gestellt werden – ich war ohnehin schon weiß-rot gekleidet. Nicht zum letzten Mal an diesem Tag zogen wir 2, die wir nebenher liefen, die Blicke auf uns. Aber hätte ich gewusst, das es direkt vorm Stadion ein noch besseres Schal-Angebot gibt, hätte ich lieber gewartet.

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An dem kleinen Verkaufsstand trafen wir 2 weitere Schwabenfans, die sich ihre Tickets wohl über eine Hinterlegung gesichert haben. Sie wussten auch nicht, das die Schalter erst 2 Stunden vorher öffnen. Wir machten uns mehr oder weniger „zu viert“ auf den Weg in die Innenstadt, Berlin hat schließlich noch mehr zu bieten als ein Stadion mit geschlossenen Ticketschalter und Schal-Verkaufsständen.

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*klatschklatschklatsch* STUTTGART!

Ich bleibe bei meiner Meinung: Keine Straßenbahn oder S-Bahn, die ich je kennengelernt, bzw. genutzt habe, ist besser und schöner als der öffentliche Nahverkehr meiner Heimatstadt Leipzig. Das wollte ich noch gesagt haben. In der S-Bahn auf dem Weg zum Hauptbahnhof versuchte ich einen kleinen Plausch mit den Stuttgart-Fans zu starten, welche mit uns gefahren sind – hat nur mäßig funktioniert. Am Hauptbahnhof stiegen wir aus, welcher laut Aussagen meines Vaters erst neu umgebaut wurde. Topmodern und richtig schick war mein Eindruck in den ersten paar Minuten. Meinen Hauptbahnhof mag ich trotzdem irgendwie mehr, das steht außer Frage.

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Der Hertha Fanshop, „eins runter, ganz hinten rechts“ war unübersehbar und gut gefüllt mit Hunderten Fanartikel. Und ich bekam zum ersten Mal an dem Tag die Chance, mich so richtig deplatziert zu fühlen. Aber wir gingen rein und fragten nach Karten. „Gibts hier auch Tickets für den Gästebereich?“ nahm mir Alex meine Frage ab. „Nein, hier gibts keine Gästebereichskarten. Da müssen Sie zum Stadion an die Ticketschalter“. Verdammte Scheisse. Dort kamen wir doch gerade her! Naja, ruhig Blut, sag ich Mal. Mein Herthaner Begleiter schaute sich erwartungsgemäß noch etwas im Shop um, bevor wir etwas zu Mittag essen wollten – es war immerhin schon Zeit dafür. Ich bin wählerisch, das gebe ich zu. Also war die Wahl des Mittagessens nicht so leicht. Am Ende landeten wir dann aber doch bloß bei McDonalds.

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Auflaufen der Mannschaften

So futterten wir noch schnell auf, ich machte noch ein paar Fotos vom Bahnhof und dann gings auch schon zurück. Es war bereits kurz vor 1 Uhr und in einer halben Stunde wollten wir uns in der Gaststätte in der Nähe des Stadions mit den paar Leuten vom Forum treffen. Wieder zurück am Stadion mistete ich erst einmal meinen Rucksack aus. Vor dem Spiel würden wir nicht nochmal zum Auto kommen und so ließ ich gleich meine Wasserflasche, meinen Apfel („Lass den lieber hier, der könnte als Wurfgeschoss durchgehen!“) und meine Deoflasche im Wagen.

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„Und jetzt ganz schnell zum Ticketschalter“. Noch war es theoretisch eine Viertelstunde hin bis zum offiziellen Kassenöffnen, wie man uns Mittags gesagt hatte, aber dennoch waren die Schalter bereits offen und die Warteschlangen davor bildeten sich. Nahezu selbstverständlich stellte ich mich am Schalter für die VfB-Stuttgart-Gästebereich-Tickets an. Alex gefiel das nicht sonderlich, aber da musste er eben durch. Im Nachhinein war es natürlich nicht in Ordnung, ihn keine Wahl zu lassen, wo wir sitzen wollen. Ich beruhigte mein schlechtes Gewissen fürs Erste mit der Tatsache, das es ja schließlich meine Idee war, das wir nach Berlin fahren. Mit einem Grinsen vom einen bis zum anderen Ohr, denn die Tickets waren vor dem Spiel das allerwichtigste des tages, fragte ich, was an Sitzplätzen noch übrig ist. „Block G-2, Reihe 29?“ – „Hmm, gehts vielleicht ein wenig weiter vorn?“ – „Klar. Block G-2, Reihe 15?“ Das klang super und ich nahm die Karten. Noch weiter vorne und ich hätte sowieso nichts gesehen, denn ich weiß, das ganz vorne die Fahnenschwenker mit riesigen Fahnen stehen. Ich hätte da mit meiner Körpergröße von 1,59 Meter keine Chance gehabt. Ich bezahlte beide Karten zusammen und war wahnsinnig erleichtert.

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Unsre Farben sind Weiß und Rot!

Es war sogar noch gut 10 Minuten vor dem vereinbarten Treff-Zeitunkt, also konnten wir in aller Ruhe rüberlaufen. In der Gaststätte „Preußisches Landwirthaus“ sah ich eigentlich nur 2 Farben: Weiß und Blau, die Vereinsfarben der Herthaner. Mutig setzte ich mich mit meinem weit weniger auffälligen Begleiter an einen der vielen Tische im Biergarten und ich scannte geradezu alle Menschen mit meinen Augen, ob ein bekanntes Gesicht dabei es. Es war kurz vor Halb und der vereinbarte Zeitpunkt war da. Ich wusste lediglich von Einem, wie er aussieht, hatte jedoch keine Handynummer – zu dumm, aber fürs nächste Mal weiß ichs ja.

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Alex brachte was zu Trinken, ich schaute weiterhin energisch durch die Menschenmassen, ein paar wenige Schwaben waren auch dabei – so wie ich. Etwa eine Viertelstunde nach um 2 haben wir verzeifelt aufgegeben, so nahm ich meinen Rucksack und trat die letzten aufregenden Meter auf dem Weg zum legendären Olympiastadion an. Vorbei an dutzenden Polizisten, einigen Pferdestaffeln und durch die Massen hunderter Fans wurden die Einlasstore vor uns immer größer und größer.

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Ole, Ole, Ole, Ole, Oleee, VfB Stuttgart!

Schnell das Ticket in den Scanner geschoben und das Drehkreuz setzte sich in Bewegung, welches mein rot-weiß-begeistertes Hinterteil auf die andere Seite des Einlasses beförderte. Die Sonne, die erst kurz vorher wieder rauskam, gab sich alle Mühe: Es wurde richtig heiß und brannte auf meiner stets sonnenbrandgefährdeten und programmiererweißen Haut. Wir umrundeten ein Stück des Stadions, es war noch ein bisschen hin bis zum Einlass zu unserem Block.

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Wir erspähten zeitgleich den richtigen Eingang. Doch ich sah einige Meter weiter etwas, was von viel größerem Interesse war, als das Stadion eine Dreiviertelstunde vor Beginn zu stürmen: Ein majestischer VfB-Fanstand mit sooo vielen Fanartikeln, das einem der Sabber aus dem Mundwinkel trieft. Sofort stürmte ich hin und sah mich um. Ich war so gut wie blank, das einzigste, was ich mir noch leisten konnte, war ein kleines niedliches VfB-Fähnchen. An der improsvisierten Rückwand des Standes sah ich etwas, auf das ich schon in Online-Shops seit Wochen ein Auge geworfen habe. Mit 13 Euro lag dieser eine Fanartikel aber außerhalb meiner finanziellen Möglichkeiten, die ich da noch hatte. Ein Stuttgart-Schal für besagte 13 Euro, der aber besonders interessant war durch 5 wichtige Buchstaben: GOMEZ! Ein reiner Gomez-Schal mit der Nummer 33, und ich hätte ihn mir leisten können, wenn ich nicht unbedingt den anderen Schal hätte kaufen müssen. Aber was solls – beim nächsten Spiel hol ich ihn mir dann.

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TOOOOOOOOOOOOOOOOR!!!

Wir umkreisten das Stadion noch weiter, es war immerhin noch ein bisschen Zeit. Auf der einzigen offenen Seiten, ein weltwelt einzigartiges Baumerkmal, konnte man einen ersten Blick ins Olympiastadion werfen. Ich machte ein paar Fotos und mir fiel auf, das das offenen Olympiastadion eine nette Kulisse für ein gemeinsames Foto mit Alex wäre. Wir gingen zu einem älteren Herren, der dort davor stand und baten ihn, ein Foto von uns zu machen. Oder viel mehr ein paar, denn mit der Sonne im Gesicht war es mir zu riskant, nur ein einziges machen lassen. Das Foto ist übrigens gut geworden. Wir unterhielten uns noch ein wenig mit dem Hertha Fan, der nicht an einen Sieg seiner Mannschaft geglaubt hat.

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Dann setzten wir uns aber doch wieder in Bewegung und suchten unseren Eingang. Noch einmal mussten wir durch eine Kontrolle, das kannte ich so auch nicht. In Hamburg und Leipzig gab es jeweils nur eine Kontrolle beim Einlass. Aber gut, die werden ihre Gründe haben. Nach nur wenigen Schritten sah ich das Olympiastadion zum ersten Mal in meinem Leben von innen, ich war absolut überwältigt, wie groß es ist. Ein Ordner wollte noch einmal unsere Karten prüfen, damit wir nicht in den falschen Block gehen und so liefen wir die Treppenstufen runter im Block G-2. Begeistert sah ich, wie ich jede einzelne Stufe immer weiter herunter musste, bis wir endlich an Reihe 15 waren. Auf meinem Platz saß allerdings schon ein Stuttgart-Fan „Du kannst sitzen wo de willst“ entgegnete er pampig mit verschränkten Armen, ohne seinen Hintern von Platz 11 zu erheben. Ich wollte eigentlich die 11, weil das die Rückennummer von zumindest einem Nationalspieler der Stuttgarter ist: Thomas Hitzlsperger. Zudem trägt er in der Nationalmannschaft die Nummer 15. Ich betrachte das immer als gutes Omen, aber was solls. Ich wollte mit dem kräftigen Hünen nicht diskutieren und so setzten wir uns nebendran.

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Der VfB Stuttgart Gästeblock feiert!

Es war sehr viel leerer, als ich es mir vorgestellt hatte, wenn der Deutsche Meister auf die Hauptstädter trifft. Es war außerdem nur noch wenige Minuten bis zum Anpfiff, auf dem Platz machten sich die Mannschaften warm. Es war sehr unwahrscheinlich, das sich die Plätze noch bis zum Anpfiff so füllen, dass das Stadion voll werden würde. Und ich sollte Recht behalten. An dieser Stelle zolle ich meinem Begleiter den allergrößten Respekt, das er als Herthaner mit in den Stuttgart-Block gekommen ist. Er meinte zwar, wir hätten uns lieber 4 Karten holen sollen, 2 für die 1. Halbzeit im Stuttgart-Block und 2 weitere für die 2. Halbzeit in der Hertha-Kurve, aber das war natürlich alles nur als Spaß gemeint. Dennoch gabs gleich mal einen „guten Start“ für ihn: Er wurde von einem Ordner gebeten, den Hertha-Schal abzunehmen und in den Rucksack zu stecken, der bis dahin noch um seinen Hals hing. Bereitwillig tat er dies und mir tat das eigentlich trotz Lachens sehr leid.

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Ich war indes überwältigt von meiner ersten Erfahrung in einem Gästeblock, die Stimmung war super, auch wenn nicht alle Plätze belegt waren. In der ersten Reihe fanden sich die richtigen Ultras mit 2 Capos, die uns Fans immer zum Singen und Schreien animierten. Ich gebe zu, ich war nicht besonders textsicher, als ich das Stadion betrat, aber ich kam trotzdem gerade so zurecht. Der Ultra in der ersten Reihe machte richtig Laune und ich tat mein bestes, neben dem Fotografieren und Filmen auch meiner eigentlichen Bestimmung gerecht zu werden: Dem Anfeuern meiner Mannschaft, sei es nun zum ersten Mal Stuttgart oder eben meine über alles geliebte deutsche Nationalmannschaft, die mir sooo wahnsinnig sehr ans Herz gewachsen ist.

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Ole, Ole, Ole, Ole, Ole, Ole, Ole, OLA!

Die letzten paar Minuten verstrichen schnell und alle im Stadion erhoben sich für das Herauslaufen der beiden Mannschaften von Stuttgart und Hertha. Da ich filmte, konnte ich gleichzeitig leider nicht Jubeln, Hopsen, Fahne schwenken und schreien – es geht nunmal nicht alles auf einmal. Leider. Anders als bei Länderspielen gibt es hier natürlich keine Nationalhymne (die gab es aber beim Ligapokalfinale – fand ich total blöd!) und so gings sehr schnell los mit dem Spiel. Alex filmte und fotografierte auch, er hat den ganzen Tag mit einem Fotohandy festgehalten – erstaunlich, was da alles draufpasst!

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Der Capo vorne peitschte uns voran und von der Berliner Seite sah man bis auf ein paar Fähnchen nicht viel – und hören konnte man auch nichts. „Hertha, wir hören nichts!“ brüllten wir voller Belustigung. Auch Alex staunte nicht schlecht, das wir in den ersten paar Minuten der ersten Halbzeit nicht nur über die Stimmung im Stadion bestimmten, sondern die Jungs bestimmten auch das Spiel.

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WIR sind der Block!

Vom Spiel selbst habe ich nicht so viel mitbekommen, weil ich mehr oder weniger weit davon entfernt stand und die meiste Zeit mit dem Aufzeichnen dieser schönen Erfahrung im Fanblock verbrachte. Ich war herzhaft amüsiert, das ich dem beiwohnen durfte, was ich bereits bei TV-Spielen von Alemania Aachen mit Gänsehaut bewundert habe: Wenn das ganze Stadion hüpft, und zwar (fast) synchron! Ich hielt die Kamera schräg nach unten, schaute mir das Gehopse an, obwohl ich selber gern mitgehüpft wäre, aber mit der Kamera in der Hand machte sich das nicht so gut – jedenfalls noch nicht. Denn plötzlich wurde aus hunderten hopsenden Leuten ein Meer von in die Höhe gerissenen Händen, schwenkenden Fahnen und einem Lautstärkepegel, der seinesgleichen sucht. Unser Thomas Hitzlsperger mit der Nummer 11 hat ein Tor geschossen, auf der anderen Seite des Stadions. Ich filmte weiter den ganzen Trubel in unserem Block und war unendlich froh über den Führungstreffer. Und dann hüpften und hopsten wir wieder, diesmal machte sogar ich mit. Ergebnis: Eine total verwackelte, aber durchaus amüsante Videoaufnahme. Im Übrigen habe ich erst nach meiner Heimkehr letzte Nacht erfahren, das es Hitzlsperger war, denn der Stadionsprecher sagte nicht an, wer das Tor gemacht hat.

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In den darauffolgenden Minuten und während der Halbzeitpause gab es in unserem Block kein Halten mehr. Der Capo schrie durch sein Megaphon, was das Zeug hielt und wir machten alle fleißig mit. „Uns kann gar nichts mehr aufhalten, die 3 Punkte nehmen wir mit“ dachte ich. Mir hat Alex daneben schon fast leid getan. Aber auch nur fast. Die 2. Halbzeit kam mir jedoch fast vor wie ein Albtraum: Hertha erzielte den Ausgleichstreffer. In der Halbzeitpause zuvor hatte ich plötzlich Bauchschmerzen bekommen und mir wurde richtig schlecht, ich tat es als unwichtig ab, atmete ein paar mal tief durch und hoffte, das es zu Beginnd er 2. Halbzeit wieder in Ordnung sein würde. Und wieder hörte ich nicht auf mein Bauchgefühl, diesmal sogar im wahrsten Sinne des Wortes.

Als wäre der Ausgleichstreffer durch einen zu Unrecht gegebenen Elfmeter nicht genug gewesen: Im Laufe des Spiels gesellten sich dann noch 2 weitere Treffer für die Herthaner hinzu. In dem Gästeblock wurde es still, vor mir wurde randaliert. Nachdem 2:1 war die Laune des sonst so stimmungsvollen Stuttgartblocks nahezu am Ende, die Berliner übernahmen die Macht über das Stadion, auch was die Fans auf den Rängen angeht. Auch zum 3:1 kurz vor Schluss konnten dir dann keine Kraft mehr für neue Jubelgesänge auf Stuttgart aufbringen. Wir waren alle am Ende, da konnte der Capo sich bemühen wie er nur wollte. Über die 3. Reihe ging vorne keine gute Laune mehr auf den Fanblock über.

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Auch wenn es nicht meinem Vorteil entspricht, aber eine Szene hat mich unter anderem ganz doll beeindruckt: Der Moment des 3:1, der für mich so unendlich traurig und niederschmetternd war, denn es war ein nicht mehr einzuholender Rückstand, ließ die Herthaner Fans aufspringen und Jubeln. Und auf den Rängen spielten sich unglaube Szenen ab, ich hab sowas bisher nur im Fernsehen gesehen. Sehr beeindruckend, auch wenn ich es lieber gesehen hätte, wenn der Gästeblock die einzig wahre Partyfraktion des Stadions gewesen wäre.

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Wir saufen bis zum Tod!

Während Hertha nach Schlusspfiff in Richtung Ostkurve marschierte, um mit de Fans den ersten Heimsieg seit einem halben Jahr zu feiern, kamen unsere Stuttgarter nur ganz kurz zu uns, klatschten und wandten uns schnell wieder den Rücken zu. Doch was ist das? In den vorderen Reihen riefen sie die Jungs eindeutig gestikulierend zum Gästeblock zurück: Wir wollen eine ordentliche Verabschiedung, scheinen die Fans sagen zu wollen. Und so kamen die Jungs zurück, kamen raus auf die Laufbahn und platzierten sich in bester Position für mich und meine Kamera. Sie wurden noch einmal trotz Niederlage kräftig gefeiert und auch ich machte fleißig mit. Besonders gut drauf waren sie nicht, das kann man ihnen aber auch nicht verübeln. Und so drehten sie uns dann doch mit hängenden Köpfen den Rücken zu und verschwanden in den Katakomben.

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Natürlich freute sich Alex über den Sieg der Herthaner, es war sogar sein erstes Heimspiel in Berlin. Wenn ich gewusst hätte, das es so endet… Ob ich das Schicksal nicht zu sehr herausgefordert habe, als ich ihn mit in den Gästeblock nahm? Ich weiß es nicht. Wir blieben noch eine Weile sitzen um dem großen Sturm nach draußen zu entgehen. Einen Ordner baten wir noch, ein Foto von uns mit dem Spielfeld im Hintergrund zu machen. Auf dem Weg nach Draußen rechnete ich mit großem Spott und Hohn der Berliner, doch der hielt sich – übrigens bis zum Ende des Tages – glücklicherweise in Grenzen. Vermutlich weil ich einen Herthaner als Bodyguard habe, was so ziemlich das Ungewöhnlichste war, was sich viele hätten vorstellen können. Vor dem Stadion wurde gratis Coke Zero verteilt, das fand ich echt toll – denn ich hatte während des Spiels nichts getrunken und war heilfroh, das es dieses tolle Angebot gab.

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Die Hände zum Himmel

Innerlich geknickt, aber dennoch froh über diese Erfahrung wollten wir wieder zurück. Mein Plan sah eigentlich vor, das ich noch auf den Fernsehturm wollte, Alex wollte eigentlich die S-Bahn zum Alexanderplatz nehmen, aber mir war das mit den vielen Herthanern in einer vollen S-Bahn nicht ganz geheuer. So liefen wir wieder zum Auto und machten uns so auf den Weg. Mutig hielt ich das kleine Stuttgart-Fähnchen aus dem geöffneten Fenster, worüber manche zwar nur müde lächelten, aber ich gab mir selbst die Antwort auf die Frage, warum ich das tue: Ich möchte in 50 Jahren auf mein leben zurückblicken und mir sagen können, das ich den Mut hatte, nach einer derben Heimniederlage trotzdem Flagge zu zeigen. Da mir das aber schnell langweilig wurde, band ich mir Alex‘ Hertha-Fahne, die gleich gar nicht zum Einsatz kam, ums Handgelenk und hielt die und meine eigene Fahne aus dem Fenster und zog damit viele Blicke auf mich – und das amüsierte mich wirklich sehr.

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Die Fahrt zum Alexanderplatz, wo der Fernsehturm steht, hatte ich mir irgendwie anders vorgestellt. Wir hatten gehofft, es wäre irgendwie ausgeschildert. War es aber nicht wirklich. Und so gurkten wir irgendwo in Berlin herum und fanden uns irgendwann sogar am Checkpoint Charlie – nicht mal meine Eltern können von sich behaupten, jemals an dieser historisch bedeutenden Stelle gewesen zu sein. Dummerweise befanden wir uns auf dem Weg in den falschen Teil Berlins: wir fuhren in Richtung Westen, der Alexanderplatz ist allerdings im Osten. Und so fuhren wir immer weiter bis wir irgendwann gemerkt haben, das wir hier falsch sind. Wir fuhren zurück in Richtung Zentrum und sahen dann auch irgendwann den Fernsehturm. Wir parkten dann, als Alex meinte, wir wären nahe genug dran, um das letzte Stück zu Fuß zu laufen. Er wollte ja nicht auf mich hören, als ich sagte, das solche Eindrücke täuschen können. Anfang 2003 ist mir das schonmal passiert, als ich mit meinem damaligen Freund zum Fernsehturm laufen wollte. Ich war schon auf halber Strecke total fertig gewesen.

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Wer ein Schwabe ist der klatscht jetzt in die Hand!

Wir liefen dann in die Richtung des Fernsehturms und nach 10 Minuten bekam ich bereits ein schlechtes Gefühl: Würden wir das Auto dann auch wiederfinden? Ich wäre keine besonders große Hilfe beim Wiederfinden, denn ich gehöre zur Gruppe der Menschen ohne Orientierungssinn. Aber mein begleiter meinte, das das alles kein Problem ist, er wüsste, wo er dann langlaufen muss. Ich vertraute ihm dann doch und wir latschten weiter quer durch Berlin. Es wurde langsam dunkel und ich hoffte, rechtzeitig auf dem Fernsehturm zu sein, um noch ein paar schöne Panoramafotos bei ausreichendem Tageslicht zu bekommen. Da wir aber noch einen weiten Fußmarsch vor uns hatten, machte ich mir in Bezug darauf wenige Illusionen.

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Auf gehts, Stuttgart, schieß ein Tor!

Und dann haben wir es dann doch noch zum Fernsehturm geschafft. Das Tageslicht reichte auch noch aus, als freute ich mich umso mehr, als wir dort ankamen. Dort war die Eingangstüre verschlossen und eine junge Dame hat lediglich die Ausgangstüre aufgehalten für Gäste, die bereits ihren Besuch auf dem Fernsehturm beendet hatten. Wir dachten „Wer weiß?!“ und wollten durch die Ausgangstüre, welche aufgehalten wurde, hineingehen. Doch dann wurde uns von der Frau gesagt, das es technische Probleme gibt und der Fernsehturm für den Tag erstmal geschlossen würde, ab dem nächsten Morgen um 9 wäre er wieder geöffnet. Ich wollte nicht wahrhaben, was mir die Frau sagt und zischte sie energisch an, obwohl sie am allerwenigsten etwas dafür kann: „Was? Ich bin doch nicht 200 Kilometer gefahren um jetzt 10 Minuten zu spät zu erfahren, das ich nicht hier hochkann?“ Was hätte sie darauf antworten sollen, außer sich entschuldigen und trotzdem freundlich lächeln. Ich war trotzddem so sauer, das ich ihr am liebsten die Zähne ausgeschlagen hätte, ich wär am liebsten prügelnd auf sie losgegangen.

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So sah ich mich aber gezwungen, meinen ersten Fernsehturm-Besuch beim fünften Berlin-Besuch ad acta zu legen und wir wollten nun nur noch zu Abend essen und dann heimfahren. Wir setzten uns in ein gemütliches Bistro direkt neben dem Fernsehturm und aßen noch einen Happen. Für Alex gabs Currywurst, für mich ein paar Pommes – ohje, diese Kalorien! Ich entschuldige mich dafür aber mit der Ausrede: Frustfressen, das war wirklich im wahrsten Sinne des Wortes die Wahrheit.

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Meck, Meck! Meck, Meck!

Nun sollte Alex beweisen, ob er sich auch wirklich den Weg gemerkt hat. Wir liefen Straße für Straße, Ecke um Ecke und fanden uns dann tatsächlich auf der Zielgeraden wieder, Alex hatte nämlich in der Lindenstraße geparkt. Es war allerdings nicht die Lindenstraße aus dem Fernsehen, die ist nämlich in München. Wir waren fast da, da hat uns ein netter Kneipenwirt angehalten und Alex gefragt, ob er aus dem Stadion kommt. Mich hatte er zunächst wohl nicht bemerkt. Alex blieb stehen, ich lief noch ein kleines Stück weiter. Er unterhielt sich derweil etwas mit dem Kneipenwirt, ich schlich mich heran und stellte mich mit großen Augen neben Alex hin, weil ich wusste, das den Wirt verwirren wird. „Nein, das ist jetzt nicht wahr, oder?“ fragte er grinsend. Ich sagte einfach nur: „Das nennt man Fanfreundschaft“ und er lachte. Der Kneipenwirt, seines Zeichens selbstverständlich ein Hertha Fan durch und durch, fragte uns, ob wir zusammenwären. Natürlich nicht. Wir plauderten noch eine Weile, er war verdammt sympathisch. Wir hatten noch ein Stückchen Weg vor uns und so wünschte uns der Wirt noch einen schönen Abend und alles Gute. Im Nachhinein bereue ich, das wir uns nicht hingesetzt haben, um noch einen kleinen Drink mit ihm zu nehmen, er war echt nett. Aber wir mussten weiter.

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Niederlage hin oder her, ich bin doch dankbar für die Möglichkeit, den leuten eine schwäbisch-herthanische Fanfreundschaft zu demonstrieren. Das ist nicht selbstverständlich. Wäre ich alleine dort gewesen oder mit einem Stuttgartfan, wären wir dem Spott der Berliner ausgeliefert gewesen. Wie oft sieht man es, das 2 Fans gegnerischer Mannschaften nebeneinander herlaufen und sich prima verstehen, das ist wohl beileibe selten.

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Kämpfen, Stuttgart, Kämpfen!

Der Weg zurück zur Autobahn erwies sich auch nochmal als echter Kraftakt. Wir mussten sogar anhalten und an einer Tankstelle nachfragen, wo es langgeht. Die Antwort war weniger schön: Die Autobahnauffahrt, bei der wir in der Nähe waren, war gesperrt und wir konnten nur hoffen, das eine Umleitung ausgeschildert ist. War sie dann leider aber nicht. Und so gurkten wir dann irgendwo auf der Autobahn Richtung Dresden herum, bis wir erneut eine Ausfahrt namen, wo glücklicherweise dann doch der richtige Weg nach Leipzig gezeigt wurde.

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Die Heimfahrt verlief auch nicht wie ich dachte ruhig, aber dafür entspannt. Alex drehte das Autoradio auf, der Radiosender brachte nur rockige, richtig geile Musik und wir machten nochmal richtig Party im Auto. Bei kompletter Stille wäre ich wahrscheinlich in das Trauerloch gefallen, und das wusste er wahrscheinlich irgendwie, also tat er alles, um mich bei Laune zu halten. Langsam nickte ich ein bisschen Weg, bis dann irgendwann Alex neben mir brüllte „Hey, wach auf! Schau mal links!!!“ und da war tatsächlich nur wenige Meter neben mir ein Flugzeug gerade beim Landeanflug. Ich war zu Tode erschrocken, aber wahnsinnig fasziniert, denn im November letzten Jahres machte ich mit meiner Familie einen Tagesausflug zum Flughafen, damit ich Fotos machen kann. Ich wollte unbedingt ein Flugzeug landen oder starten sehen, was an diesem Tag im November aber nicht geglückt ist, während der nächtlichen Heimfahrt allerdings schon.

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Danke, Jungs! Teil 1

Ich wurde noch ganz gentleman-like nach Hause chauffiert, ich schaute zum ersten Mal seit dem Bistro am Alexanderplatz wieder auf mein Telefon: 9 Anrufe in Abwesenheit. Ups. Ich verabschiedete mich noch herzlich von meinem Begleiter und lief mit letzter Kraft die Treppenstufen hoch zu meiner Wohnung. Ich schaute auf mein Festnetztelefon: 10 Anrufe in Abwesenheit. Ups. Ich schaltete trotzdem noch einmal den Rechner an und übertrug schonmal alle Bilder. Ein paar richtig gute waren dabei, aber das schönste waren natürlich die Videos, besonders das vom Torschuss.

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Was nach diesem Tag bleibt ist knappe 48 Stunden später immernoch die Ungewisstheit, wie ich diese Erfahrung einstufen soll. Ich habe beides erlebt, Schönes und Schlimmes. Schlimm war die Niederlage, das es mit dem Fantreffen nicht geklappt hat und das ich nicht auf den Fernsehturm konnte. Schön war die gute Laune im Stttgart-Gästeblock, das Führungstor durch einen Nationalspieler, das Erlebnis der schwäbisch-herthanischen Fanfreundschaft und wie wir damit die Blicke auf uns zogen und die schönen Fotos und Videos, die ich an diesem Tag im Stadion und drumherum gemacht habe.

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Danke Jungs! Teil 2

Aber ich habe viel Geld gelassen in Berlin, so das ich mir noch nicht sicher bin, ob ich diese Erfahrung nicht doch bereue. Aber das gehört zum Fandasein eben dazu, nicht wahr? Ich gratuliere den Berlinern zum verdienten Sieg und wünsche ihnen viel Glück die Rückrunde. Das werden sie nämlich ganz bestimmt brauchen.

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Glückwunsch Berlin! Viel Glück für die Rückrunde!

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Autor: Ute

31 Jahre, gebürtig aus Leipzig, seit 2010 wohnhaft in Stuttgart - Bad Cannstatt. Dauerkartenbesitzerin, Mitglied, Allesfahrerin und Fotografin für vfb-bilder.de. Aus Liebe zum VfB Stuttgart berichte ich hier von meinen Erlebnissen – im Stadion und Abseits davon. Mehr über mich

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