Mit einem permanenten Dauergrinsen nach dem Bayern-Spiel durfte ich nach vielen Monaten endlich meine Bea, eine Freundin aus Fellbach bei Stuttgart, in die Arme schließen. Nachdem wir uns im Mai das letzte Mal persönlich gesehen hatten, klappte es nun wieder einmal und wir konnten das Projekt Stuttgarter Weihnachtsmarkt ganz entspannt und wohlgesonnen angehen. Franz, der noch bei mir war, musste sich am Hauptbahnhof leider verabschieden, Bea und ich ließen es uns dennoch nicht nehmen, unseren Spaß zu haben. Mit leckerem (weißen) Glühwein, sündhaft kalorienreichen Schokofrüchten und allem, was dazugehört, genossen wir die Zeit. Es ist nach Cottbus der erste Nicht-Leipziger-Weihnachtsmarkt, den ich in den letzten Jahren besucht habe. Leider kennt man hier keine Kräppelchen mit Puderzucker, wirklich ein Jammer. Entgegen aller Erwartungen sind die Lebkuchenherzen im wilden Süden nicht so teuer, wie ich zunächst dachte. Für kleines Geld bekam ich noch ein Andenken mit der Aufschrift “Weihnachtsmarkt Stuttgart”, und auch…
Mein Fußballjahr 2008 hatte alles, begeisternde Wahnsinnsspiele und bittere Niederlagen, aber es war keine einzige langweilige Vorstellung dabei. Auch das letzte Spiel für mich im alten Jahr peilte ich zielgerichtet an: mein persönlicher Jahresabschluss in Stuttgart – und das gegen die Bayern, die sich mit allem bekleckern können – außer Bescheidenheit. Die Karte für dieses Spiel, was am vergangenen Samstag stattfand, hatte ich schon, da war die Bundesliga-Saison 2008/2009 noch nicht einmal offiziell eröffnet, seit August 2008 halte ich das Ticket in Ehren, wartete so lange auf den großen Tag. Und ich sollte nicht enttäuscht werden. Mitten in der Vorweihnachtszeit um 6 aufstehen müssen, wie immer bezeichnet als höchst unchristliche Zeit, ist hart, gerade wenn man nur 5 Stunden geschlafen hat. Nützt ja nix, alles eine Frage der Motivation, und nach einem leckeren Cappuchino aus der Glück bringenden VfB-Tasse gehts einem dann auch schon viel besser. Wie vereinbart wurde ich…
Endlich habe ich ihn, den ersten Auswärtsdreier bei einem Bundesliga-Spiel. Es war der 5. Anlauf (nach Niederlagen in Wolfsburg im Mai und November 2008 sowie Berlin im August 2007 und Oktober 2008), und es ist überhaupt der 2. Auswärtssieg für mich (nach dem DFB-Pokal-Spiel in Lüneburg im August). Die Witterungsbedingungen kann man am Besten so beschreiben: kalt, nass, widerlich. Und dennoch erlebte ich einen tollen Tag in der Lausitz, den ich mir auch vom ekelhaften Wetter nicht habe vermiesen lassen. Mit Weihnachtsmarkt, Altstadtschlendern und ein wenig Shopping wurde es das perfekte Programm vorm Spiel, auf das ich mich schon seit über einem Jahr gefreut habe. Letzte Saison hat ein Sturm dafür gesorgt, dass das Spiel abgesagt werden musste und ich so kurzfristig keinen Urlaub fürs Nachholspiel unter der Woche bekommen habe. Diesmal mit meinen Eltern unterwegs, von denen meine Mutter absoluter Fußballneuling war und mein Vater vor über 35 Jahren …
Als wäre die Niederlage mit der Nationalmannschaft gegen England nicht genug gewesen, so sollte die 1:4-Pleite des VfB Stuttgart in Wolfsburg einer recht bescheidenen Woche noch einen drauf setzen. Es hat nicht sollen sein: achtbar aus der Affäre ziehen ohne wieder (wie bereits im Mai) 4 Gegentore zu kassieren. Mein Antrag wurde abgelehnt. Und auch, wenn man davor berechtigterweise gewarnt wurde, tut es nicht weniger weh. Es wurde eine Woche zum Vergessen. Die Hoffnungen auf die Wende nach lahmen, erfolglosen Spielen war bei den heimstarken Wolfsburgern nicht besonders groß, aber sie waren da. Aber wie das nun mal so ist: man lässt sich nur selten von Freunden belehren, die einen nur vor großer Enttäuschung bewahren wollen. Hört man deswegen jedes Mal auf sie, auch wenn sie schon manchmal Recht hatten? Nein, natürlich nicht. Denn man steht für seine Liebe und Leidenschaft ein – und auch wenns manchmal weh tun muss,…

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